Geschichte des Jülicher Weltladens

Geschichte des Jülicher WeltladensIm Oktober 2007 wurde der Jülicher Weltladen in der Marktstraße 15 / Ecke Große Rurstraße eröffnet.

Der Traum von einem Weltladen in Jülich existierte schon viele Jahre. Er wurde im Forum für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung geträumt, ebenso in der Agenda-Gruppe Nord-Süd. Seine Umsetzung scheiterte aber immer wieder an den fehlenden Räumlichkeiten, die obendrein möglichst wenig kosten sollten und an der Frage, mit welchen Kräften solch ein Projekt (womöglich rein ehrenamtlich) zu bewältigen wäre.
Diesen Traum träumte die Initiatorin des Jülicher Weltladens, Roswitha Clermont, intensiv weiter und suchte gezielt nach Möglichkeiten, ihn zu verwirklichen. Sie arbeitete von 2002 bis 2004 in der Regionalstelle Wuppertal der GEPA, der größten Importorganisation für fair gehandelte Produkte in Deutschland. Mit den dort gesammelten Erfahrungen und Kenntnissen wollte sie seither in Jülich einen Weltladen gründen. Es dauerte allerdings noch ein paar Jahre, bis auch ein geeignetes Ladenlokal gefunden war.


Bislang wurden die Produkte aus fairem Handel in Jülich nur in sehr begrenztem Umfang in Supermärkten, bei Aktionen z.B. zur Fairen Woche oder dem sonntäglichen Verkauf von fair gehandelten Waren im Bonhoefferhaus angeboten.
Damit die Waren aus dem Süden aber möglichst vielen Menschen nahe gebracht werden können, braucht es Läden, die diese zu "normalen" Geschäfts-Öffnungszeiten anbieten und vor allem dort, wo die Leute ohnehin einkaufen gehen. Der Faire Handel soll so aus dem Nischendasein herausgeholt werden und eine größere Breitenwirkung bekommen, denn von höheren Verkaufszahlen hierzulande profitieren letztlich auch die KleinproduzentInnen im Süden.

Welches Konzept liegt der Weltladen-Idee zugrunde?

Es hat sich gezeigt, dass Weltläden am besten dort funktionieren, wo sich haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit verbinden: es bedarf einerseits einer Person oder kleinen Gruppe, die hauptamtlich die Verantwortung übernimmt, andererseits der ehrenamtlichen Unterstützung, um die Ladenöffnungszeiten abdecken zu können und die vielfältigen Aufgaben möglichst professionell zu bewältigen.
Von den Menschen, die den Traum vom Jülicher Weltladen träumten und bei Aktionen oder aber regelmäßig im Bonhoefferhaus sich schon seit Jahren für den Fairen Handel eingesetzt haben, arbeiten jetzt wieder einige im Jülicher Weltladen mit. Erfreulicherweise sind noch eine ganze Reihe hilfsbereiter Kräfte dazu gekommen, die in verschiedenen Arbeitsbereichen ihre individuellen Fähigkeiten mit unterschiedlichem zeitlichen Aufwand (ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechend) einbringen. So besteht das Weltladenteam derzeit aus etwa einem Dutzend ehrenamtlicher MitabeiterInnen und einer hauptamtlichen Kraft.

Die Resonanz auf den Jülicher Weltladen ist sehr positiv: Viele Kunden äußern sich erfreut darüber, dass es in Jülich endlich einen Weltladen gibt und sind angetan von der großen Auswahl an Produkten – insbesondere auch im handwerklichen Bereich –. Sie äußern darüberhinaus ihre Wünsche, welche Waren sie gerne aus fairem Handel beziehen würden, denn nicht alles kann der kleine Laden bevorraten, aber vieles kann bestellt und innerhalb kurzer Zeit geliefert werden, so dass es sich immer lohnt nachzufragen, wenn man nicht auf Anhieb findet, wonach man sucht.


 

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